Das Schloss Tribuswinkel

Eine Schloss- oder Burganlage am selben Platz lässt sich bis ins 11. Jahrhundert nachweisen. In heutiger Form wurde das Schloss durch den Industriellen Urban am Anfang des 20. Jahrhunderts umgestaltet. Es wurde ein zweiter Stock aufgesetzt und ein mächtiger Turm wieder errichtet, der um 1800 abgetragen worden war.

Der Bau hat drei Stockwerke und ist zum Teil unterkellert. Seine Grundfesten sind bis zu 3 Meter dick. Das Schloss besitzt einen schönen Innenhof, der große Torbogen trägt die Jahreszahl 1614. Im ersten Stock befindet sich eine kleine Kapelle. Die ursprüngliche Gliederung der Räume im Inneren wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Umbau des Schlosses zu einem Kinderheim zerstört.

Derzeit befindet sich das Schloss im Besitz der Stadt Traiskirchen. Früher gehörten zum Schloss mehrere Wirtschaftsgebäude, die heute nur mehr zu einem kleinen Teil erhalten sind und als Pensionen bzw. Heurigen genutzt werden.

Der Schlosspark, der seine ursprüngliche Anlage als englischer Garten noch heute erkennen lässt, ist seit einiger Zeit öffentlich zugänglich.

 

Die Pfarrkirche St. Wolfgang

Die Pfarrkirche wurde 1730 bis 1732 nach Plänen von Anton Marinelli erbaut. Ursprünglich trug der Kirchturm ein Zwiebeldach, das jedoch im Jahre 1879 nach einem Brand durch einen Pyramidenhelm ersetzt wurde.

Die Kirche ist als spätbarocke Saalkirche angelegt. Den Altarraum prägen jonische Pilaster mit vorgestellten Säulen aus Stuckmarmor, das Hochaltarbild von Paul Troger zeigt den hl. Wolfgang. Die Kanzel ist aus Holz, darunter befindet sich die Gedenktafel an den Pfarrer Johann Michael Hiebner, dem Initiator des Kirchenbaus. Die Seitenaltäre zeigen eine Mater Dolorosa und eine Kreuzigungsszene.

Das Deckengemälde von Hans Fischer (gemalt 1932) stellt den Tod des hl. Wolfgang dar.Das Orgelgehäuse stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. An der Außenmauer der Pfarrkirche befinden sich vier protestantische Grabsteine, die noch vom Vorgängerbau der Kirche stammen. Vor der Kirche befindet sich eine sechseckige Säule, die an ihrem oberen Rand die Inschrift „Tribuswinkeln 1624" erkennen lässt. Dieser Stein wird oft als römischer Meilenstein angesehen und diente früher als Pranger.

 

Der Sängerhof

Von dem alten mittelalterlichen Bau ist heute nur mehr das hintere Gebäude mit seinem sehenswerten Laubengang erhalten. An dieser Stelle befand sich im 17. Jahrhundert eine jüdische Synagoge. Derzeit sind im Sängerhof ein Café-Restaurant und eine Pension untergebracht.

 

Das Dreieckige Kreuz

Der Bildstock mit dem dreieckigen Grundriss und eingezogenen nischenartigen Seiten, steht am nördlichen Ortseingang an den Gemeindegrenzen von Pfaffstätten, Traiskirchen und Tribuswinkel. Der heutige Bau wurde erst 1987 von der Bevölkerung nach alten Plänen und Ansichten des alten Bildstocks errichtet. Das alte dreieckige Kreuz soll der Sage nach im Mittelalter von drei Rittern errichtet worden sein und wurde im 20. Jahrhundert aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen.